Wie kommt Nitrat ins Grundwasser?

31.01.2024, 13:51:37

Grundwasservorkommen, die sich unterhalb landwirtschaftlich genutzter Fl√§chen befinden, sind der gr√∂√üten Belastung durch Nitrate ausgesetzt. Etwa 74 Prozent des deutschen Trinkwassers stammt aus dem Grundwasser. Der Gew√§sserschutz in Deutschland beanstandet schon seit geraumer Zeit die intensive Bodennutzung sowie die damit verbundene Benutzung stickstoffhaltiger D√ľngemittel.

Doch nicht nur G√ľlle stellt ein Problem in der Landwirtschaft dar: K√ľnstlicher D√ľnger und unzureichend abgedichtete Silos sorgen f√ľr die hohe Nitrat-Konzentration im Grundwasser. Auch sogenannte G√§r-Reste aus den Biogasanlagen weisen einen gro√üen Gehalt an Nitraten auf. Diese Reste wiederum landen ebenfalls auf den deutschen √Ąckern.

Pflanzliche Organismen k√∂nnen die ged√ľngten Stickstoff-Salze zwar im positiven Sinne nutzen, doch ein √úberschuss an Nitraten wird von den Pflanzen nicht mehr verwertet. Die Nitrate sammeln sich also im Erdboden an. Niederschl√§ge wie Regen oder auch die Schneeschmelzen sorgen dann daf√ľr, dass die Salze in tiefere Bodenregionen absickern. Der nun mit Nitraten belastete Niederschlag gelangt so ins Grundwasser. Auf demselben Weg landen √ľbersch√ľssige Stickstoff-Salze ebenfalls in Seen, Fl√ľsse und andere Gew√§sser.

Abh√§ngig von der Region wird das heimische Wasser aus Oberfl√§chen- oder Quellwasser, in der Regel jedoch aus dem Grundwasser gewonnen. F√ľr die Betriebe zur Aufbereitung des Wassers stellt die hohe Konzentration an Stickstoff-Salzen dabei ein ernst zu nehmendes Problem dar. Die Entfernung der Nitrate l√§sst sich nicht 100-prozentig realisieren, w√§hrend schon kleinste Mengen vor allem f√ľr S√§uglinge eine wirkliche Bedrohung darstellen.

Daran könnten Sie auch interessiert sein

Entnitratisierung
Enteisenungsanlagen
Eisen- & Nitratfilter
Nitratfilter NO3
Entsäuerungsanlagen