Reinstwasser-Aufbereitung

09.01.2025, 16:27:00

Wasser ist Wasser – oder etwa nicht? Eigentlich möchte man meinen, dass es bei Wasser keinen nennenswerten Unterschied gibt. Falsch gedacht, denn neben Mineralwasser, welches angereichert mit Kationen und Anionen verschiedenster Moleküle in der Natur vorkommt, und destilliertem Wasser, welches grob von diesen befreit ist, gibt es auch noch das sogenannte Reinstwasser.

Dieses besonders reine Wasser, auch Deionat genannt, ist die pure chemische Verbindung H2O, ohne jegliche Fremdstoffe. Mithilfe verschiedenster Wasseraufbereitungsverfahren, die auch in Kombination angewandt werden, entsteht das Reinstwasser. Dazu zählen Ionenaustauschverfahren, Destillation, Sterilisation, Umkehrosmose oder Photooxidation.

Wie genau entsteht nun Reinstwasser?

Das Verfahren der Wasseraufbereitung besteht meist aus zwei Schritten. Zunächst wird normales Leitungs- oder Grundwasser mithilfe von Membranfiltration, UV- und Ozonsystemen oder Ionenaustauschern demineralisiert, was den Leitwert schon stark senkt. Bei der Membranfiltration bzw. Umkehrosmose, dem ersten Schritt der Wasseraufbereitung, wird durch äußeren Druck der natürliche osmotische Druck übertroffen, sodass innerhalb der Umkehrosmoseanlage eine Trennung in einen hochkonzentrierten und einen gereinigten Stoff entsteht. Die dabei als Trenner fungierende Membran fängt dabei die gelösten Stoffe auf. Mit dem Ionentauscher werden Salze, also Kationen und Anionen zur Wasseraufbereitung entfernt. Die Bestrahlung mit einem UV-Klärer ist die biologische Reinigung, welche hilft, Bakterien im Wasser abzutöten und deren Konzentration für die Wasseraufbereitung zu senken. Damit ist eine grundlegende Vorbereitung des Wassers erreicht, jedoch muss zur weiteren Senkung des Leitwerts eine weitere Wasseraufbereitung vorgenommen werden. Anschließend erfolgt nämlich als zweiter Schritt durch Mischbett-Ionenaustausch oder Elektrodenionisierung die Aufbereitung zum Reinstwasser. Dabei werden in aufwendigen Prozeduren H+ und OH- Ionen ins Gleichgewicht gebracht und ein weiterer hochaufwendiger Entsalzungsprozess durchgeführt, um den vorgeschriebenen, sehr niedrigen Leitwert zu erhalten.

reinstwasser

Natürlich unterscheidet sich das somit gewonnene Reinstwasser stark von destilliertem oder demineralisiertem Wasser. Das erkennt man vor allem an der niedrigen Leitfähigkeit, welche ausschlaggebend für die Reaktionsbereitschaft des Wassermoleküls als Ampholyt (mit sich selbst reagierender Stoff) ist. Besonders in der Medizin ist das Reinstwasser für die Herstellung oral verabreichter Medikamente und Infusionen gefragt. Auch in der Halbleiterindustrie findet das Deionat Anwendung bei der Herstellung von Computerchips oder Solarzellen.

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Produkt: REOS Compact Umkehrosmoseanlage

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The REOS Compact reverse osmosis system is primarily designed for the treatment of relatively clean, pre-filtered drinking water. While it is excellent at removing impurities, pollutants and microorganisms from water to produce pure drinking water, its suitability for producing drinking water directly from a body of water such as a river depends on various factors.

For the direct treatment of river water into drinking water, preparatory steps are usually necessary to remove coarse impurities and particles before the water is passed through a reverse osmosis system. This includes pre-filtration to remove sediment, suspended solids and possible larger organic materials that could damage or clog the reverse osmosis system membranes.

Furthermore, the process of reverse osmosis can also lead to a reduced pH value, making the water slightly acidic. This is because reverse osmosis systems not only remove impurities, but also minerals that give the water flavor and contribute to pH balance. In some cases, it is therefore necessary to post-treat the osmosis-treated water to increase the pH and add minerals back in so that it meets drinking water standards and preferences.